Auf dem Weg mit den Menschen aus den Einrichtungen der Caritas in Nordkirchen: Bischof Heiner Wilmer macht sich auf den Weg durch das Bistum.Foto: Michael Bönte, Caritasverband für die Diözese Münster
Münster (cpm). Sein Weg: durch das Bistum Münster. Seine Etappe: Nordkirchen. Seine Weggefährten: Mitarbeitende, Bewohnende und Angehörige der dortigen Caritaseinrichtungen. Bischof Dr. Heiner Wilmer hat auf seiner Pilger-Tour im Vorfeld seiner Einführung als Bischof von Münster einen Tagesabschnitt der Arbeit der Caritas gewidmet. In Nordkirchen besuchte er verschiedene Einrichtungen der Vestischen Caritas Kliniken, darunter eine Werkstatt für Menschen mit Behinderungen, eine heilpädagogische Kindertageseinrichtung und eine Förderschule. Die vielen Begegnungen und Gespräche waren herzlich und tiefgründig zugleich.
Der Besuch in den Caritaseinrichtungen sei nicht nur ein Zeichen der Wertschätzung, sagte Bischof Wilmer. "Er dient auch meinem eigenen Herzen, wenn ich erlebe, wie Menschen hier leben, wie sie von Herz zu Herz sprechen." Die "großartige Arbeit der Caritas" erfülle ihn mit Dankbarkeit. "Wie alle Mitarbeitenden und Unterstützer, auch im Ehrenamt, für die Menschen im Einsatz sind, ist großartig." Der Tag in Nordkirchen sei eine weitere Etappe gewesen, um sein neues Bistum kennenzulernen. Aber auch ein Weg, um der Caritas von Anfang an "großen Respekt und große Wertschätzung" entgegenzubringen. "Weil Caritas unsere Welt menschlicher macht und Caritas wirklich ein gutes Stück Kirche ist."
Der direkte Kontakt zu den Menschen in seinem neuen Bistum ist Bischof Heiner Wilmer besonders wichtig.Foto: Michael Bönte, Caritasverband für die Diözese Münster
Der direkte Kontakt zu den Menschen in seinem neuen Bistum lag dem Bischof auch auf dieser Etappe am Herzen. Beim Picknick, auf der Wegstrecke oder an den vielen von den Gastgebern gestalteten Stationen war dazu Gelegenheit. Ob beim gemeinsamen Singen im heilpädagogischen Kindergarten. Beim Impuls in der Werkstatt für Menschen mit Behinderungen oder bei der Rast vor dem Wasserschloss Nordkirchen. Bischof Heiner nahm sich Zeit, hörte zu, stellte Fragen und gab Antworten.
"Es ist schön zu erleben, wie vertraut Bischof Heiner die Arbeit und die Menschen der Caritas sind", sagte der Diözesancaritasdirektor Dominique Hopfenzitz, der die Etappe mitlief. "Sein Interesse an dem, was unsere Arbeit ausmacht, ist zu spüren." Im Austausch mit allen Beteiligten habe Wilmer gezeigt, dass er ein offenes Ohr sowohl für die Sorgen und Hoffnungen der Menschen in den Einrichtungen und Hilfen hat als auch für die Organisatoren und allen Mitarbeitenden. "Da wird Wertschätzung spürbar, die ermutigt und Kraft für künftige Herausforderungen gibt."
Bischof Heiner Wilmer und Diözesancaritasdirektor Dominique Hopfenzitz bei einer Station in einer Werkstatt für Menschen mit BehinderungenFoto: Michael Bönte, Caritasverband für die Diözese Münster
Bischof Wilmer, der in den Tagen vor seiner offiziellen Amtseinführung am Sonntag (21. Juni) in mehreren Etappen und mit unterschiedlichen Themensetzungen durch das Bistum pilgert, schloss den Tag mit einem Gottesdienst in der Caritas Kinderheilstätte ab. "Das war heute außergewöhnlich", sagte er im Anschluss. "Ich bin total bewegt und beeindruckt über die Gastfreundschaft und vor allem von der Erfahrung, wie hier Menschen gemeinsam unterwegs sind, wie Inklusion gelebt wird." Die Freude am Leben sei immer spürbar gewesen. Er nehme für seine künftigen Aufgaben mit, dass die persönliche Begegnung unschlagbar sei. "Und das wir als Kirche gut daran tun, bei den Menschen zu sein, ihnen in die Augen zu schauen, und ihre Bedarfe zu kennen."
032-2027 (Text: Michael Bönte) 18. Juni 2026