Das Organisationsteam bestand aus Caritas-Mitarbeitenden und ehrenamtlichen Mitarbeitenden, die den Tag vorbereitet und begleitet hatten. Von links: Anna Berek, Reza Mehrabi, Elisabeth Renner, Simin Karimi, Rahele Rashidi Zafar, Alina Köster und Mustafa Hosseini
Besucherinnen und Besucher aus dem Irak, Iran, Afghanistan, Russland und Deutschland kamen zusammen, um diesen besonderen Anlass miteinander zu begehen und in den Austausch zu treten. Das persische Neujahrsfest steht traditionell für Neuanfang, Hoffnung und den Beginn des Frühlings, genau diese Atmosphäre war im gesamten Raum spürbar.
Organisiert wurde die Veranstaltung von Anna Berek-Telöken von der Integrationsagentur, Elisabeth Renner von der regionalen Flüchtlingsberatung des Caritasverbandes sowie von engagierten Ehrenamtlichen, die von Beginn an aktiv in die Planung und Umsetzung eingebunden waren. Ziel war es nicht nur, Begegnung zu schaffen, sondern auch die Möglichkeit zu geben, diesen schönen und traditionsreichen Brauch kennenzulernen und gemeinsam zu erleben.
Rahele Rashidi Zafar hält einen Vortrag über die Tradition dieses Festes.
Für eine festliche Atmosphäre sorgte ein abwechslungsreiches Programm. Musikalisch begeisterten Heike Schollmeyer und Rashidi Zafidir das Publikum mit Live-Klängen. In einer Präsentation erklärte Rahele Rashidi Zafar die Bedeutung von Nawrouz für viele persische Familien und sang zudem klassische persische Lieder.
Ein besonderer Höhepunkt fand bereits am Mittag statt: Gemeinsam zählten die Besucherinnen und Besucher den Countdown bis zum neuen Jahr herunter. Anschließend wünschten sich die Anwesenden gegenseitig ein frohes neues Jahr - ein Moment, der die verbindende Kraft des Festes eindrucksvoll zeigte.
Ein echtes Herzstück des Nachmittags war das große ehrenamtliche Engagement. Über Tage hinweg hatten engagierte Helferinnen und Helfer mit viel Einsatz, Zeit und Herzblut vorbereitet, gekocht, gebacken und den Raum dekoriert. Ohne diesen Einsatz wäre ein Fest in dieser Form nicht möglich gewesen. Die liebevoll zubereiteten Speisen brachten die Gäste an einen gemeinsamen Tisch, ein Ort der Begegnung, des Austauschs und des Miteinanders.
Festlich gedeckter Haft-Sin-Tisch
Im Mittelpunkt stand zudem der festlich gedeckte Haft-Sin-Tisch. Mit seinen symbolischen Gaben steht er traditionell für Werte wie Gesundheit, Glück und einen guten Neuanfang. In diesem Jahr war der Tisch jedoch auch von einem besonderen Zeichen geprägt. Eine schwarze Schleife erinnerte an die verstorbenen Menschen im Iran. Die schwarze Schleife am Haft-Sin-Tisch ist in diesem Jahr ein Symbol der Trauer und Solidarität angesichts der aktuellen politischen Lage im Iran. Damit wurde das Fest nicht nur als Ausdruck von Freude und Hoffnung verstanden, sondern auch als Moment des Innehaltens.
Eine weitere Geste setzte der Künstler Ali Omid, der ein Kunstwerk überreichte und damit ein weiteres Zeichen für Zusammenhalt und Wertschätzung setzte. Auch für die jüngsten Besucherinnen und Besucher war gesorgt: Während die Erwachsenen ins Gespräch kamen, gestalteten Kinder kleine Töpfe und pflanzten Kresse, ein schönes Symbol für Wachstum und neues Leben.
Gefördert wurde die Veranstaltung durch das Kommunale Integrationszentrum des Kreises Borken sowie das Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes NRW
Die Freude über das gelungene Fest war bei allen Beteiligten deutlich spürbar. "Ohne das große Engagement der Ehrenamtlichen wäre eine solche Veranstaltung nicht möglich gewesen", betonte Anna Berek-Telöken von der Integrationsagentur. Gleichzeitig sei es ein wichtiges Anliegen gewesen, Menschen zusammenzubringen und ihnen die Gelegenheit zu geben, Nawrouz als besonderen kulturellen Brauch kennenzulernen und gemeinsam zu feiern.
