Das LEI-Team im regen Austausch mit Lehrenden und Studierenden der Katholischen Hochschule in Köln.
Köln / Borken. Das erasmus+ Projekt "LEI" ist ein Akronym und steht für Sprache, Umfeld und Inklusion. Die fünf von der LEI-Partnerschaft verfassten, nationalen Berichte aus Spanien, Italien, Portugal, Nordirland und Deutschland belegen, dass asylsuchende und geflüchtete Jugendliche im Bildungssystem nach wie vor benachteiligt sind. LEI beabsichtigt daher, eine webbasierte, dynamische Plattform zu entwickeln, die ein effektiveres Engagement aller beteiligten Akteure bei der Integration von Flüchtlingen und benachteiligten Jugendlichen unterstützt und fördert.
Umsetzung - von der Entwicklung zur Praxis
Die Module auf der LEI-Plattform sollen dem Bildungs- und Betreuungspersonal helfen, besser einschätzen zu können, ob die Schule oder der Arbeitsmarkt die richtige Option für die Jugendlichen sind. Dazu gehört auch, mitgebrachte Qualifikationen anzuerkennen, das Sprachwissen zu verbessern und die soziale Inklusion zu unterstützen. Gemeinsam mit den internationalen Partnerorganisationen bringen Marijan Renić vom Fachdienst für Integration und Migration und Dr. Stephan Rietmann von der psychologischen Beratungsstelle des Caritasverbandes Borken speziell ihre migrationsspezifische bzw. entwicklungspsychologische Expertise ein. In der Akademie Klausenhof werden die Module unter Leitung von Reinhold Sandkamp in der Praxis mit der Zielgruppe erprobt und evaluiert. Nach Abschluss der Testung, die in allen Partnerländern bis Ende Juni 2019 durchgeführt wird, wird ein Gesamtbericht zur Praktikabilität erstellt. Die so optimierten Module werden in einem E-Book europaweit bis Ende September 2019 frei zur Verfügung stehen.
LEI-Team - Teilnahme am Social Innovation Camp
Die Katholische Hochschule in Köln veranstaltete am 13. Juni 2019 im Rahmen ihres Programms "Transfernetzwerk Soziale Innovation" zum ersten Mal ein Social Innovation Camp (mehr dazu hier). Diese Methode fokussiert den Prozess des gemeinsamen Lernens voneinander und einer Weiterentwicklung der Sozialen Arbeit in Theorie und Praxis. Mit dem partizipativen Format des "Innovation Walks" wurde das Projekt vom LEI-Team als Praxisvertreter dem Lehrpersonal und den Studierenden vorgestellt und sehr rege diskutiert.
Bereits in den ersten Gesprächen zeichnete sich ein sehr großes Interesse an den LEI-Modulen ab. Einige Studierende fragten nach Praktikums-Stellen beim Caritasverband Borken. Lehrende können sich vorstellen, weiter als Netzwerkpartner zu kooperieren und den Austausch zwischen Theorie und Praxis zu intensivieren. Der Innovationstransfer bringt allen Beteiligten über LEI hinaus weitere Vorteile. Dieser könnte in der Praxis zur Sicherung der Fachlichkeit beitragen, indem die Praxis stets auf dem aktuellen Stand der Forschung und Lehre bleibt. Umgekehrt gilt der Transfer auch für die Lehre, indem sie aktuelle Impulse für anstehende Herausforderungen der Sozialen Arbeit in die Forschung einbezieht.