Rund 40 Frauen aus verschiedenen Orten des Kreises Borken - darunter Borken, Bocholt, Isselburg und Heiden - kamen zusammen, um sich kennenzulernen, auszutauschen und gemeinsam kreativ zu werden. Zu Beginn begrüßte Bürgermeisterin Mechtild Schulze Hessing die Teilnehmerinnen mit einigen Worten. Auch die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Borken, Carina Sienert, war zur Eröffnung der Veranstaltung anwesend. Organisiert wurde der Nachmittag von den Integrationsagenturen des Caritasverbandes mit Unterstützung engagierter Ehrenamtlicher.
Die Besucherinnen konnten an verschiedenen kreativen Angeboten teilnehmen. Die Künstlerin Alexandra Orb gestaltete ein Töpferangebot, bei dem Teilnehmerinnen eigene kleine Werke formen konnten. Zusätzlich gab es einen Kreativtisch, an dem unter anderem Perlenketten und kleine Magnete gestaltet wurden.
Ein besonderer Bestandteil des Nachmittags war das "Band der Stimmen". Auf Stoffstreifen konnten die Teilnehmerinnen Gedanken zu Fragen rund um Gleichberechtigung festhalten - etwa dazu, welche Rechte für Frauen überall auf der Welt selbstverständlich sein sollten oder was Gleichberechtigung für sie persönlich bedeutet. Die Stoffstreifen wurden anschließend zu einem gemeinsamen Band geknüpft und sichtbar aufgehängt - als Zeichen dafür, dass viele unterschiedliche Stimmen zusammen ein starkes Ganzes bilden. Auch eine Weltkarte, auf der die Frauen markieren konnten, aus welchen Ländern sie selbst oder ihre Familien stammen, lud zum Austausch ein und machte die Vielfalt der Lebensgeschichten sichtbar.
Darüber hinaus gab es eine kreative Installation in Form eines symbolischen Kleides, auf dem Porträts von rund 20 bedeutenden Frauen aus Geschichte und Gegenwart präsentiert wurden. Die kurzen Texte zu den Vorreiterinnen aus Politik, Wissenschaft, Kunst und Gesellschaft waren bewusst in mehreren Sprachen gestaltet. Die Veranstaltung fand zudem im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus statt und setzte ein Zeichen für Begegnung, Austausch und gesellschaftlichen Zusammenhalt.
"Der große Zuspruch hat mich sehr gefreut", sagt Grete Eisen von den Integrationsagenturen des Caritasverbandes. "Viele Frauen haben sich Begegnungsräume gewünscht, in denen Austausch, Kreativität und gegenseitige Unterstützung möglich sind." Mit dem neuen Frauentreff "WIRkraum" soll künftig regelmäßig ein offener Raum für Frauen entstehen. Der Name steht bewusst für drei Gedanken: das Wir als Gemeinschaft, das Wirken als aktives Mitgestalten und den Raum als geschützten Ort für Begegnung und Austausch. Ziel ist es, Frauen unterschiedlicher Herkunft, Generationen und Lebenssituationen zusammenzubringen und neue Begegnungen zu ermöglichen.
Zum Abschluss erhielten die Teilnehmerinnen eine Blume als Zeichen der Wertschätzung zum Internationalen Frauentag. Außerdem wurden 50 Euro für das Frauenhaus Bocholt gesammelt - als symbolische Geste der Solidarität mit Frauen, die Unterstützung benötigen.
Weitere Informationen zu kommenden Treffen des Frauentreffs "WIRkraum" sowie zu geplanten Programmpunkten werden in den nächsten Wochen über Presse und Social Media bekannt gegeben. Die Veranstaltung wurde ermöglicht durch eine Förderung des Kommunalen Integrationszentrums des Kreises Borken sowie durch Mittel des Ministeriums für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes NordrheinWestfalen.