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Andreas Dawo
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Borken, 16. Oktober 2017  

Caritas-Schuldnerberatungsstelle auf Spitzenplatz

Das Land Nordrhein-Westfalen (NRW) erhebt jährlich die statistischen Daten der rund 200 Schuldner- und Insolvenzberatungsstellen. In der Auswertung für 2015 steht die Schuldnerberatungsstelle des Caritasverbandes für die Dekanate Ahaus-Vreden e.V. und des Caritasverbandes für das Dekanat Borken e.V. mit der Anzahl der erfolgreich abgeschlossenen, außergerichtlichen Einigungen ganz oben auf der Liste in NRW.

Andreas Dawo
Andreas Dawo

"Dies ist ja aus unserer Sicht ein Hauptziel der Schuldnerberatung, eine außergerichtliche Einigung zwischen Schuldner und Gläubiger herbei zu führen", kommentiert Andreas Dawo, Leiter der Caritas-Schuldnerberatungsstelle. Der Spitzenplatz habe aber verschiedene Gründe, erklärt Dawo. So ist die Schuldnerberatung des Caritasverbandes bereit, zeit- und damit kostenintensive Verhandlungen mit den Gläubigern zu führen. "Wir loten immer erst alle Möglichkeiten aus, bevor wir über eine Insolvenz nachdenken." Aus vielen Beratungsfällen wissen die Gläubiger in der Region Westmünsterland, dass ausgehandelte Vergleiche in aller Regel auch eingehalten werden. Auch sei die Arbeitslosigkeit und die Schuldnerquote im Kreis Borken niedriger als im Durchschnitt von NRW. Zudem sei das wirtschaftlich starke "Schuldnerumfeld" in der Region eher zur Hilfestellung des Schuldners in der Lage, etwa durch Arbeitgeberdarlehen oder Darlehen aus dem persönlichen Umfeld. "Darüber hinaus haben wir einen Bürgschaftsfonds e.V., der ebenfalls solche außergerichtlichen Vergleiche ermöglicht."

Wenn es zu einem Insolvenzverfahren kommt, werden landesweit gerade einmal 1,5 Prozent der angemeldeten Forderungen überhaupt an die Gläubiger durch die Insolvenz-Verwalter ausbezahlt. Der Rest ist dann Ausfall für die Gläubiger. "Bei von uns ausgehandelten Vergleichen ist die Summe der Rückzahlungen an die Gläubiger wesentlich höher, in Einzelfällen sogar bis zu 100 Prozent", so Schuldnerberater Andreas Dawo. Dazu kommt, dass die Caritas-Schuldnerberatungsstelle Ahaus-Vreden und Borken, die im Kreis Borken für rund 180.000 volljährige Erwachsene zuständig ist, einen landesweit deutlich unter-durchschnittlichen Stellenanteil hat. "Daher kann man sagen: Die Qualität unserer Beratung ist top, die Quantität der Stellen hat aber sicherlich noch Anpassungspotential nach oben, damit Mandanten möglichst zeitnah Termine für Beratungsgespräche vor Ort bekommen können", betont Dawo.