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Münster / Borken, 11. September 2017  

Kurberatungen deutlich gestiegen

Caritas im Bistum Münster hält flächendeckendes Angebot vor / Mehr Väter in Kurberatung

Bistum Münster (cpm). Stress in Familie und Beruf, Gesundheitsprobleme, finanzieller Druck: Die Gefahr an ständigen Belastungen zu erkranken ist groß. Die Kurberatungsstel­len im Bistum Münster vermitteln Müttern und zunehmend auch Vätern und pflegenden Angehörigen eine Auszeit, um den eigenen Akku wieder aufzuladen.

An 26 Standorten im Bistum Münster bietet die Caritas eine solche Kurberatung an. "Die niedrigschwellige Hilfe wird von jungen Familien weiterhin gut angenommen", berichtet Pia Meier im Diözesancaritasverband Münster. Die Anzahl der Familien, die eine Beratungs­stelle aufsuchten, ist im ersten Halbjahr 2017 stabil geblieben. Deutlich gestiegen sind hingegen die durchgeführten Beratungen. 7821 Gespräche führten die Kolleginnen durch. Meier vermutet einen erhöhten Unterstützungsbedarf der Eltern, da diese zunehmenden Belas­tungen wie der Vereinbarkeit von Familie und Beruf ausgesetzt seien.

Immer mehr Väter suchen die Beratungsstellen auf und nutzen Vater-Kind-Kuren in den Kurkliniken des Müttergenesungswerks. Im ersten Halbjahr 2017 wurden 136 Väter be­raten. Im Vergleich zu den Frauen ist dies noch immer noch ein sehr geringer Anteil. Aber er zeige dennoch, so Meier, dass auch vermehrt Männer durch Arbeit und Erziehung doppelt belastet seien.

Insgesamt bewilligten die Krankenkassen 1756 Kuren (1665 Mütter, 69 Väter, 22 pflegen­den Frauen). Die geringe Ablehnungsquote von 11 Prozent sei zwar erfreulich, sagt Pia Meier, sie verursache aber eine Auslastung der Kliniken. Eltern müssten teilweise sechs bis neun Monate bis zum Kurantritt warten. Hier unterstützen die Beraterinnen junge Familien in der Vorbereitung, aber auch in der Suche nach vorübergehenden Entlastungsangeboten. Teilweise stelle sich im Gespräch heraus, dass andere Hilfen sinnvoller sind, berichtet Mei­er. Dann werde an andere soziale Dienste wie die Erziehungsberatung vermittelt.

Um die Gesundheit von Müttern und Vätern langfristig zu verbessern, werden neben der Beratung und Vorsorge auch Nachsorgemaßnahmen angeboten wie Kurse in progressiver Muskelentspannung. Über die Hälfte der Beratungsstellen bieten eine Kurnachsorge an. 245 Mütter haben sich entschieden, daran teilzunehmen. So können positive Veränderun­gen nachhaltig im Alltag integriert und gesichert werden.

071-2017 (lu) 11. September 2017