Kontakt

Caritasverband für das Dekanat Borken e. V.
Turmstraße 14
46325 Borken
Telefon: 02861 9456
Fax: 02861 945899
E-Mail: info@caritas-borken.de

 
Gescher, 4. September 2017  

Großer Besucherandrang am Tag der offenen Tür im Marien-Quartier / "Gebäude bleibt Heimat für viele"

"Emotionales Herzstück der Stadt"

17_09_04_marien-quartier_01

Von Elvira Meisel-Kemper

Dicht an dicht schoben sich die Besuchermassen am Tag der offenen Tür durch das Marien-Quartier und die umgebaute, ehemalige Marienkirche. "Das ist aber eine schöne Aussicht", war auf dem Balkon am Gemeinschaftsraum im ersten Obergeschoss zu hören. Hier ein Rundbogen, dort ein farbig verglastes Fenster, dort ein gerundeter Säulenschaft sind die sichtbar gelassenen Fragmente, die von der früheren kirchlichen Bestimmung zeugen.

Manfred Höne, Geschäftsführer von Eco.Plan, ließ in seiner Begrüßungsrede den Weg von der Kirche hin zur Wohn- und Lebensstätte für Senioren Revue passieren. Der Start war vor drei Jahren im Jahr der Fußballweltmeisterschaft. "Deutschland wurde Weltmeister. Wir haben mit der Caritas einen weltmeisterlichen Partner gefunden", lobte Höne. In den Händen von Eco.Plan liegen die Objektverwaltung und die Vermietung.

Der erste Spatenstich erfolgte am 22. März 2015. Ein Erbrechtsvertrag wurde mit der Pfarrei geschlossen, die Besitzer des Geländes bleibt. Ohne den Mitinvestor, die VR Südwestment, und den Architekten Peter Bastian, ohne Helfer, Förderer, Firmen und Handwerker wäre das Projekt nicht zu stemmen gewesen. Sein Dank galt auch den ehrenamtlichen Helfern, die den Tag der offenen Tür zum Wohlfühl-Erlebnis gestalteten.

17_09_04_marien-quartier_02

"Das hier ist ein emotionales Herzstück der Stadt. 2010 begann die Diskussion um die Neunutzung des Gebäudes", erinnerte Bürgermeister Thomas Kerkhoff an die mentalen Anfänge der Umgestaltung. Positiv wertete er die Möglichkeit, in der Innenstadt zu wohnen, kurze Versorgungswege auch zu Dienstleistungen zu haben.

Pastor Hendrik Wenning beschrieb den Verzicht auf das Gebäude als Kirche ebenfalls als einen schweren Schritt. "Beten kann man demnächst in der Kapelle im Turm, die noch eingerichtet wird. Die Größe des Christentums besteht darin, dass wir nicht nur Gottesdienste feiern, sondern Gott lieben und für den Nächsten da sind. Das haben wir alles an diesem Platz", machte er Mut zu einer neuen Sicht auf das Gelände, das nun "Marien-Quartier" heißt.

Matthias Brinkmann, Geschäftsführer des Caritasverbandes für das Dekanat Borken, toppte diesen Mut zur neuen Sicht noch: "Dieses Gebäude war Heimat für viele und es bleibt Heimat für viele. Es ist keine Pflegeeinrichtung, sondern ein ambulantes Angebot für Senioren."

Dieses vielfältige Angebot lernten die zahlreichen Besucher am Tag der offenen Tür kennen. In den noch leeren Wohnungen konnten sie nicht nur die Räume besichtigen, sondern Grundrisspläne studieren und viele Informationen sammeln.

"Mit 500 Gästen zu Beginn ging es bis 17:00 Uhr in einer Tour weiter. Mit 700 verkauften Würstchen und hunderten Kuchenstückchen, Kinderspielangeboten, Getränkeständen und den Vorstellungen unserer Angebote in den Gebäuden entstand eine regelrechte Volksfeststimmung. Sicherlich positiv ist, dass wir die Gebäude mit einer wohnlichen Atmosphäre verknüpfen konnten. Insgesamt war der Tag eine gute Werbung für Kirche und Caritas im Wandel!" (Matthias Brinkmann, Geschäftsführer)

 

17_09_04_marien-quartier_03

Von links: Matthias Brinkmann vom Caritasverband, Ruth Orthaus-Echterhage, Eco.Plan, Peter Bastian, Architekt, Uwe Kleppel, Geschäftsführer der VR Südwestment, Christoph Schütte, Immobilienexperte der VR Südwestment, Pastor Hendrik Benning, Manfred Höne von Eco.Plan, Bürgermeister Thomas Kerkhoff, Landtagsabgeordneter Wilhelm Korth Foto: az

Quelle: Allgemeine Zeitung

Weitere Infos zum Thema »Archiv 2017«